Die Sicht der Fachkräfte
Im Rahmen des Projekts SiKiCare ist es uns wichtig, die Versorgungssituation von allen Seiten zu beleuchten. Um ein vollständiges Bild zu erhalten, sprechen wir daher nicht nur mit betroffenen Familien, sondern auch mit den Fachkräften, die Kinder und Jugendliche mit Sichelzellkrankheit im Alltag betreuen und behandeln.
Mit wem sprechen wir?
An den acht beteiligten Studienzentren führen wir Interviews mit Fachkräften durch. Dazu gehören Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte, Fachpersonal aus der Psychologie, der Sozialpädagogik, der Sozialarbeit und dem psychosozialen Dienst, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten und betreuende Lehrkräfte aus dem schulischen Umfeld der Kinder.
Worum geht es in den Gesprächen?
In kurzen, digitalen Online-Interviews möchten wir die Erfahrungen und Sichtweisen des Personals besser verstehen. Die Themen der Gespräche umfassen:
Hürden und Unterstützung im Alltag:
Wir möchten wissen, welche Faktoren eine gute, vorbeugende Versorgung fördern und welche konkreten Hindernisse es im medizinischen Alltag gibt.
Leitlinien und Zusammenarbeit:
Wir fragen nach der Umsetzung von medizinischen Behandlungsleitlinien in der Praxis und wie gut die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken, Schulen und Selbsthilfegruppen funktioniert.
Diskriminierung und Barrieren:
Wir sprechen mit dem Fachpersonal offen über mögliche Diskriminierungserfahrungen von Patientinnen und Patienten im Gesundheitssystem. Uns interessiert, wie die Fachkräfte dies wahrnehmen und welche Ideen sie haben, um solche Erfahrungen in Zukunft zu vermeiden.
Bedürfnisse des Personals:
Wir möchten auch erfahren, was das Personal selbst braucht, um optimal behandeln zu können. Das betrifft zum Beispiel den Bedarf an Schulungen, fachlicher Supervision oder telemedizinischer Unterstützung. Ebenso sprechen wir über mögliche Schwierigkeiten bei der Meldung von Patientendaten an wichtige medizinische Register.
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